Guillaume Paoli und Gäste: ICH WÜRDE NACH VORNE SCHAUEN, WENN ICH WÜSSTE, WO HINTEN LIEGT

8.00

Station zwei: Gedenkstätte der verwirrten Konservativen mit Thomas Biebricher.

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Guillaume Paoli und Gäste: ICH WÜRDE NACH VORNE SCHAUEN, WENN ICH WÜSSTE, WO HINTEN LIEGT #1

8.00
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Beschreibung

#2 Gedenkstätte der verwirrten Konservativen

 

Eine gedankliche Ortung in vier Stationen

Unruhe im Lande, das Koordinatensystem spielt verrückt. Wer weiß noch Bescheid, wo sich links, rechts, oben, unten, vorwärts oder rückwärts befinden? Wie im versprengten Ameisenhaufen werfen sich alle gegenseitig vor, die Orientierung verloren zu haben. Augenscheinlich bewegt sich etwas, bloß in welche Richtung? Etwas Neues entsteht, doch ob das Neue auch begehrenswert ist, hängt von unserer Geistesgegenwart ab. Hundert Jahre nach Dada werden die aktuellen Sollbruchstellen des europäischen Lebens erkundet. Hundert Jahre nach der Novemberrevolution wird zum Generalstreit aufgerufen.

Der Demotivationstrainer und Philosoph Guillaume Paoli lädt ausgewiesene Gäste zur Diskussion. Eine gedankliche Ortung in vier Stationen:

Dienstag, 23. Oktober 2018
Station zwei: Gedenkstätte der verwirrten Konservativen

Nach gefühlten hundert Jahren Großer Koalition ist nicht nur die Sozialdemokratie zusammengesackt, auch der Konservatismus ist heimatlos geworden. Schuld daran ist nicht die „68er Kulturhegemonie“, sondern die neoliberale Deregulierung, die vom bürgerlichen Lager mitverursacht wurde. Eine „geistig-moralische Wende“ fand nicht statt. Stattdessen florieren Neue Rechte, die nichts Geistiges oder Moralisches anzubieten haben. Infolgedessen befinden sich die Konservativen in einer tiefen Identitätskrise. Was kann überhaupt noch konserviert werden?

mit
Thomas Biebricher, Politikwissenschaftler. Von ihm ist gerade das Buch „Geistig-moralische Wende. Die Erschöpfung des deutschen Konservatismus“ erschienen. Mit ihm untersuchen wir die Vorgeschichte und die aktuellen Implikationen des Zerfalls unseres klassischen politischen Koordinatensystems.

 

Guillaume Paoli, Berlinfranzose, war Mitbegründer der Glücklichen Arbeitslosen, freiberuflicher Demotivationstrainer, Hausphilosoph am Leipziger Centraltheater, zuletzt Veranstalter der Gesprächsreihe „Im Zentrum des Übels“ im Roten Salon der Volksbühne. Er ist Autor zahlreicher Essays und Buchbeiträge. Im Dezember 2017 erschien sein Buch „Die lange Nacht der Metamorphose. Über die Gentrifizierung der Kultur“. Darin durchschreitet er polemischen Schrittes die Jetztzeit und liefert eine fundamentale Analyse derselben. Jens-Christian Rabe, Süddeutsche Zeitung: „Die ›Lange Nacht der Metamorphose‹ ist ein sehr gutes und sehr wichtiges, ein außergewöhnliches Buch. Jeder, der wirklich wissen möchte, in was für einer Zeit wir noch mal leben und wie man darüber sinnvoll nachdenken kann, sollte es lesen. Mehrmals.“

www.guillaumepaoli.de

 

Weitere Stationen:

Dienstag, 13. November 2018
Station drei: Unter den Linken
mit Luise Meier, Ingo Schulze, Raul Zelik

Dienstag, 27. November 2018
Station vier: Entfremdungsministerium
mit Friederike Bernhardt, Manuel Harder

 

In Zusammenarbeit mit

Matthes & Seitz Berlin ist ein unabhängiger Verlag, der 2004 von Andreas Rötzer gegründet wurde. Neben Klassikern in Neuübersetzungen liegen die Schwerpunkte auf deutschsprachiger Gegenwartsliteratur, russischer Literatur sowie auf französischen Gegenwartsautoren und Autorinnen. Das umfangreiche geisteswissenschaftliche Sachbuchprogramm mit den Schwerpunkten Philosophie, politische Theorie und Kunst- und Kulturwissenschaften will einen Beitrag zu aktuellen politischen, philosophischen und gesellschaftlichen Debatten leisten.

www.matthes-seitz-berlin.de

 

TICKETS 8€/6€ erm./5€ Berlin-Pass

 

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