Guillaume Paoli und Gäste: ICH WÜRDE NACH VORNE SCHAUEN, WENN ICH WÜSSTE, WO HINTEN LIEGT

8.00

Station vier: Entfremdungsministerium mit Friederike Bernhardt und Manuel Harder.

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Guillaume Paoli und Gäste: ICH WÜRDE NACH VORNE SCHAUEN, WENN ICH WÜSSTE, WO HINTEN LIEGT #1

8.00
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Beschreibung

#4 Entfremdungsministerium

Eine gedankliche Ortung in vier Stationen

Unruhe im Lande, das Koordinatensystem spielt verrückt. Wer weiß noch Bescheid, wo sich links, rechts, oben, unten, vorwärts oder rückwärts befinden? Wie im versprengten Ameisenhaufen werfen sich alle gegenseitig vor, die Orientierung verloren zu haben. Augenscheinlich bewegt sich etwas, bloß in welche Richtung? Etwas Neues entsteht, doch ob das Neue auch begehrenswert ist, hängt von unserer Geistesgegenwart ab. Hundert Jahre nach Dada werden die aktuellen Sollbruchstellen des europäischen Lebens erkundet. Hundert Jahre nach der Novemberrevolution wird zum Generalstreit aufgerufen.

Der Demotivationstrainer und Philosoph Guillaume Paoli lädt ausgewiesene Gäste zur Diskussion. Eine gedankliche Ortung in vier Stationen:

 

Dienstag, 27. November 2018
Station vier: Entfremdungsministerium

Früher war nicht alles besser, sondern alles entfremdet: Arbeit, Konsum, zwischenmenschliche Beziehungen, Verhältnis zur Natur. Doch im liberalen-postmodernen Zeitalter gilt diese Vorstellung als überholt. Es hätte niemals etwas Authentisches oder Eigentümliches gegeben, das entfremdet hätte werden können. Sind wir damit vorangekommen? Oder sind wir jetzt dermaßen entfremdet, dass wir es nicht mehr merken?
An der letzten Station dieses kleinen gedanklichen Rundgangs bietet Guillaume Paoli keine Podiumsdiskussion, sondern zusammen mit der Musikerin Friederike Bernhardt und dem Schauspieler Manuel Harder ein philosophisches Konzert, ein Live-Hörspiel oder wie man es auch immer nennen möchte. Das Plädoyer lautet: Holen wir uns die alte Entfremdung zurück!

 

Guillaume Paoli, Berlinfranzose, war Mitbegründer der Glücklichen Arbeitslosen, freiberuflicher Demotivationstrainer, Hausphilosoph am Leipziger Centraltheater, zuletzt Veranstalter der Gesprächsreihe „Im Zentrum des Übels“ im Roten Salon der Volksbühne. Er ist Autor zahlreicher Essays und Buchbeiträge. Im Dezember 2017 erschien sein Buch „Die lange Nacht der Metamorphose. Über die Gentrifizierung der Kultur“. Darin durchschreitet er polemischen Schrittes die Jetztzeit und liefert eine fundamentale Analyse derselben. Jens-Christian Rabe, Süddeutsche Zeitung: „Die ›Lange Nacht der Metamorphose‹ ist ein sehr gutes und sehr wichtiges, ein außergewöhnliches Buch. Jeder, der wirklich wissen möchte, in was für einer Zeit wir noch mal leben und wie man darüber sinnvoll nachdenken kann, sollte es lesen. Mehrmals.“

www.guillaumepaoli.de

 

In Zusammenarbeit mit

Matthes & Seitz Berlin ist ein unabhängiger Verlag, der 2004 von Andreas Rötzer gegründet wurde. Neben Klassikern in Neuübersetzungen liegen die Schwerpunkte auf deutschsprachiger Gegenwartsliteratur, russischer Literatur sowie auf französischen Gegenwartsautoren und Autorinnen. Das umfangreiche geisteswissenschaftliche Sachbuchprogramm mit den Schwerpunkten Philosophie, politische Theorie und Kunst- und Kulturwissenschaften will einen Beitrag zu aktuellen politischen, philosophischen und gesellschaftlichen Debatten leisten.

www.matthes-seitz-berlin.de

 

TICKETS 8€/6€ erm./5€ Berlin-Pass

 

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