Fatzerapparat – Anatomie Arbeitsphase 2

14.00

Ein einziges Fragment hat Brecht hinterlassen – das Material-Konvolut Fatzer.

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Fatzerapparat – Anatomie Arbeitsphase 2 #1

14.00
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Beschreibung

3. Oktober 2018 | 20 Uhr

 

Fatzerapparat – Anatomie Arbeitsphase 2

Ein einziges Fragment hat Brecht hinterlassen – das Material-Konvolut Fatzer. Darin tobt der Weltkrieg in einer Mondlandschaft. Ein Panzer rollt heran und der Soldat Johann Fatzer entsteigt diesem mit drei Männern im Gefolge. Alles Deserteure, die nun den Plan stiften, eine Revolution gegen das Bürgertum zu starten. Doch im Untergrund spaltet sich die Gruppe – der Überlebenskampf stülpt sich über sie und ihre Ideale, bis sie sich schließlich selbst auslöschen.

Die Berliner Gruppe Fatzerapparat untersucht vom Fragment ausgehend den Untergang des Johann Fatzer. Die brechtsche Fragestellung über den Zusammenschluss von Individuen zu einer Gruppe wird immer wieder mit Sprechchören verhandelt. Dabei ist das Anliegen des Fatzerapparats, eine gemeinsame Sprache zu finden, die sich aus der Vielfalt der Einzelstimmen zusammensetzt und etwas Übergreifendes konstituiert.

In Anatomie, der 2. Arbeitsphase, kehrt der Fatzerapparat die Geschlechterrollen um und fragt, ob ihre Männlichkeit den vier Deserteuren zum Verhängnis wurde. Und: sind Utopie und Widerstand notwendig dem Untergang geweiht, wenn sie über sich selbst hinaus wachsen wollen? Welche Möglichkeit des gemeinsamen Widerspruchs kann es geben?

Eine Collage in Bildern:

Bild 1 – das Ende als Anfang: Fatzer wird von seinen Weggefährten gerichtet und stirbt. Die Rache folgt dem Verrat.

Bild 2 – das Totenlied: Die Erzählung von Fatzer und dem Krieg, aus dem er gekommen ist, wird schauerlich besungen.

Bild 3 – die Totengräberinnen heben das Grab aus: Fatzer und mit ihm das gesamte Fragment werden beerdigt. Doch beim Totenschmaus ist Brecht am Apparat und erhebt Einspruch. Was hat der Autor zu sagen, so 100 Jahre nach seinem Werk? Die drei Verbliebenen beenden das Gespräch und untersuchen das Material auf eigene Faust.

Bild 4 – die Werbung: Was hat das mit dem Stück zu tun? Wenig, sie dient einer Ideologie…

Bild 5 – endlich wird Fatzer seziert: Was nehmen wir mit, von den Toten? Wie füllen wir die Stelle, die die Leere der Toten in uns hinterlässt? War es die Kugel oder die Ideologie, die Fatzer getötet hat? Oder beides zugleich?

 

MIT Amy Benkenstein, Mareike Hein, Kara Schröder

 

REGIE Florian Hein

DRAMATURGIE Josephine Witt

BÜHNE Florian Hein, Josephine Witt

KOSTÜME Lena Katzer

 

TICKETS 14 € / 8 € erm. / Berlin-Pass 5 €

 

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